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HINDENBURGSTR. 23 - 71083 HERRENBERG TEL. 07032 - 9281-0
Gesundheitsrisiko Parodontitis!
Viele Menschen glauben, dass eine Parodontitis nur das Zahnfleisch und den Kieferknochen betrifft. Manche nehmen es sogar in Kauf, dass sie dadurch Zähne verlieren.
Das ist ein gefährlicher Irrtum: Schädliche Bakterien aus dem Mund gelangen über die Blutbahn und durch Einatmen in den gesamten Körper und können dort zu schwerwiegenden und manchmal lebensbedrohlichen Erkrankungen führen*.
Wenn Sie an Parodontitis leiden, sollten Sie im Interesse Ihrer Gesundheit das Folgende lesen:
Mögliche gesundheitliche Folgen einer Parodontitis:
Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall
Bakterien aus Zahnfleischtaschen und Belägen gelangen in den Blutkreislauf und setzen sich an den Gefäß-Innenwänden fest. Dort bilden sie Kolonien und Ablagerungen, die die Gefäße verengen und versteifen. Man nennt das Arteriosklerose.
Wenn sich einzelne Ablagerungen lösen, werden sie mit dem Blutstrom abtransportiert, bis es wegen der immer kleiner werdenden Gefäße nicht mehr weitergeht. Die Gefäße werden verstopft und das betroffene Gewebe wird nicht mehr durchblutet. Die Folgen können Herzinfarkt und Schlaganfall sein.
Gelenkentzündungen
Die Bakterien setzen sich auch an natürlichen und künstlichen Gelenken fest und können dort Entzündungen mit schmerzhaften Bewegungseinschränkungen hervorrufen.
Schädigung künstlicher Herzklappen
Wenn sich die Bakterien an künstlichen Herzklappen festsetzen, kann es zu lebensbedrohlichen Störungen der Herzfunktion kommen.
Lungenentzündung
Die schädlichen Bakterien werden auch eingeatmet und gelangen so in die Lunge. Dort können sie - besonders bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem - ernstzunehmende Lungenentzündungen hervorrufen.
Schädigung der Bauchspeicheldrüse
Parodontitis-Bakterien können die Funktion der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigen. Dadurch wird weniger Insulin produziert, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Die mögliche Folge kann Diabetes (Blutzuckerkrankheit) sein.
Frühgeburten mit verringertem Geburtsgewicht
Wenn Frauen von Parodontitis betroffen sind, kann die bakterielle Infektion zu Frühgeburten führen, bei denen die Babys ein geringeres Geburtsgewicht als normal haben.**
* Quellenangabe: Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. (Herausgeber):
"Parodontitis 2010 - Das Risikokompendium". Quintessenz-Verlag, Berlin u.a. 2010.
** Davenport ES, Williams CE, Sterne CS et al.: Maternal periodontal disease and preterm low birthweight: Case-control study.
J Dent Res 81, 313 (1976)

Moderne und sanfte Parodontitis-Behandlung
Moderne und sanfte Parodontitis-Behandlung
Früher war ein Schwerpunkt der Parodontitis-Behandlung die Entfernung von entzündetem Zahnfleisch. Dadurch waren die Eingriffe sehr umfangreich, blutig und oft unangenehm für die Patienten.
Heute wissen wir, dass Bakterien die Hauptursache für Parodontitis sind. Deshalb konzentrieren wir uns mehr auf deren Bekämpfung.
Zahnbeläge müssen zwar nach wie vor beseitigt werden, aber das geschieht wesentlich sanfter als früher und es werden weniger oft Operationen durchgeführt.
Die drei Phasen der modernen Parodontitis-Therapie
•Hygienephase mit professioneller Zahnreinigung und Mundhygiene-Unterweisung
•Die eigentliche Parodontal-Behandlung
•Die Erhaltungstherapie
Letztere wird auch als "Unterstützende Parodontitistherapie" (UPT) bezeichnet und ist besonders wichtig:
Da die Parodontitis eine chronische Erkrankung ist, die jederzeit wieder aufflammen kann, muss diese lebenslang durchgeführt werden.
I Hygienephase
Vorbehandlung: Professionelle Zahnreinigung
Bevor eine Parodontitis-Behandlung begonnen und bei der Krankenkasse beantragt werden kann, muss zunächst eine Professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden, um die leicht zugänglichen Beläge zu entfernen. Sie wird von unseren dafür qualifizierten Mitarbeitern durchgeführt.
Diese Professionelle Zahnreinigung und eine Unterweisung in die richtige Zahn- und Mundpflege wird von den gesetzlichen Krankenkassen vor der Antragstellung gefordert (aber nicht von ihnen bezahlt), damit die Zähne frei von Zahnstein und anderen Reizfaktoren sind.
Mundhygiene-Instruktion
Bei einer Parodontitis ist es besonders wichtig, dass die Patienten nach ihrer Behandlung dauerhaft
eine gründliche Zahn- und Mundpflege betreiben. Dazu gehört insbesondere auch die Reinigung der Zahnzwischenräume und der Zunge.
Deshalb empfehlen wir Ihnen in der Praxis verschiedene Mundpflege-Hilfsmittel und zeigen Ihnen,
wie Sie diese richtig benutzen.
Parodontal-Status und Heil- und Kostenplan (HKP)
Ca. zwei bis drei Wochen nach der PZR erheben wir den sog. Parodontal-Status. Darin werden unter anderem die Werte notiert für
die Tiefe der Zahnfleischtaschen
den Rückgang des Zahnfleisches
die Lockerung der Zähne
Dieser Parodontal-Status wird zusammen mit dem sog. Heil- und Kostenplan (HKP), der die geplanten Behandlungs-Maßnahmen enthält, an die Krankenkasse gesandt.
II Parodontalbehandlung
Entfernung harter und weicher Zahnbeläge
und Desinfektion der Zahnfleischtaschen
Der Hauptteil der eigentlichen Parodontitis-Behandlung besteht in der gründlichen Entfernung der harten und weichen Beläge von den Zahn- und Wurzeloberflächen.
Die Behandlung wird in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt. Für die Reinigung verwenden wir zum Einen ultraschallbetriebene Instrumente.
Sie entfernen harte Beläge durch hochfrequente Schwingungen. Zum Anderen benutzen wir spezielle Handinstrumente (sog. Scaler und Küretten), mit denen feine Belagsreste entfernt und die Wurzeloberflächen geglättet werden.
Nach der Reinigung spülen wir die Zahnfleischtaschen mit einer desinfizierenden Lösung aus.
Nebenwirkungsfreie Desinfektion der Zahnfleischtaschen
Auch nach der Zahnreinigung bleiben in den Zahnfleischtaschen Bakterien zurück, die die Parodontitis aufrechterhalten und wieder verstärken können.
Deshalb desinfizieren wir die Zahnfleischtaschen mit einem speziellen Verfahren.
Dazu wird ein Medikament in die Taschen eingebracht und mit einem speziellen Licht aktiviert, damit es wirksam wird. Dieses Verfahren wird als antimikrobielle Photodynamische Therapie (aPDT) bezeichnet und ist im Gegensatz zu Antibiotika nebenwirkungsfrei.
Ätherische Öle statt Antibiotika zur Bakterienbekämpfung
Auch nach der Zahnreinigung bleiben in den Zahnfleischtaschen Bakterien zurück, die die Parodontitis aufrechterhalten und wieder verstärken können.
Deshalb desinfizieren wir die Zahnfleischtaschen zusätzlich.
Wann immer es geht, verwenden wir dafür ätherische Öle statt Antibiotika. Sie haben den Vorteil, dass sie im Allgemeinen weniger Nebenwirkungen hervorrufen und besser verträglich sind.
Eventuelle antibiotische Behandlung
Gezielte antibiotische Behandlung
Nach der Parodontitis-Behandlung führen wir in Zeitabständen Kontrollen durch.
Manchmal bleiben einzelne entzündete Zahnfleischtaschen zurück, weil dort besonders hartnäckige Bakterien-Kolonien bestehen. Diese Bakterien müssen wir gezielt bekämpfen.
Dazu untersuchen wir zuerst, um welche Bakterien es sich handelt. Danach können wir die Behandlung mit dem Antibiotikum durchführen, das am besten wirkt.
Das Antibiotikum wird entweder über den Mund eingenommen oder als Gel direkt in die Zahnfleischtaschen eingebracht.
III Erhaltungstherapie
Nachsorge (Recall) und regelmäßige Professionelle Zahnreinigungen - lebenslang!
Da eine Parodontitis jederzeit wieder auftreten kann,
sind für jeden Betroffenen drei Dinge besonders wichtig:
Eine gründliche häusliche Zahn- und Mundpflege
Regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt
Regelmäßige Professionelle Zahnreinigungen in der Praxis
Der Abstand zwischen den Kontrollen und Zahnreinigungen hängt vor allem von der Schwere der ursprünglichen Erkrankung und dem Risiko eines erneuten Auftretens ab.
Um das Ergebnis der Parodontal-Behandlung zu sichern und ein erneutes Auftreten zu verhindern, müssen diese Maßnahmen lebenslang durchgeführt werden!
KUNDENREZENSIONEN
Die Behandlung ist stets
einwandfrei und das Ergebnis Traumhaft. Alle sind super
freundlich und zuvorkommend.
Sogar als Zahnarztmuffel,
so wie ich, geht man gerne
in die Praxis Dr. Klaas. Kann ich nur absolut weiter empfehlen!
Mein absoluter Star unter
den Zahnärzten!
Nett, ehrlich
und sorgfältig!
Zentrum Zahn und Zahnbürste
Montag, Dienstag, Donnerstag 8.00 bis 18.00 Uhr,
Mittwoch 8.00 bis 11.00 Uhr,
Freitag und Samstag nach Vereinbarung
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